Management Summary
Web-Services 2.0
Web-Services sind derzeit eine der am meisten beachteten Technologieinnovationen im Bereich web-basierter Architekturen und Anwendungen. Das Marktforschungsinstitut SWR Worldwide ermittelte unter den befragten CIOs Web-Services schon als das dritt bedeutendste Thema mit wachsender Tendenz [FAZ, 25.04.02]. Ursprünglich als Kernstück der Microsoft .NET-Strategie propagiert, werden Web-Services heute von allen führenden Anbietern im Bereich J2EE-basierter Systeme unterstützt. Diese Technologie beinhaltet das Potential, die heutigen Interoperabilitätsprobleme unter Einsatz von Standard-Protokollen und -Schnittstellen lösen zu können. Die damit verbundenen Vorteile der heute im breiten Umfang eingesetzten Basistechnologien (XML, SOAP) fördern die wachsende Verbreitung dieser Technologie. Diese wird sowohl von Microsoft wie auch von allen wesentlichen J2EE-Anbietern unterstützt, so dass die Chancen einer nachhaltigen Marktdurchdringung sehr günstig sind.

Bei der Web-Service-Technologie handelt es sich um eine vergleichsweise junge Technologie. Viele Unternehmen stellen sich heute die Frage, für welche Projekte und für welche Anwendungsgebiete die Web-Service-Technologie sinnvoll genutzt werden kann. Die PASS Studie Web-Services 2.0 beantwortet diese Frage und zeigt frühzeitig eine transparenz über die Möglichkeiten und noch bestehenden Limitierungen auf. Es lässt sich aber bereits heute festhalten, dass Web-Services als Basis-Architekturparadigma künftig eine wesentliche Rolle spielen können. Die Studie erörtert die Grundlagen, die Vorteile und Benefits dieser Technologie:
Web-Services basieren auf dem Prinzip der losen Kopplung von Systemen durch eine weitgehende Interoperabilität von einzelnen Implementierungen. Sie nutzen die Vorteile des Standard-Internetprotokolls HTTP (keine Firewallproblematik) und werden deshalb zunehmend für EAI-Lösungen in Intranet-, Extranet und Internet-Umgebungen eingesetzt. Die Technologie basiert auf den drei Standards bzw. de-facto-Standards WSDL für die Beschreibung eines Web-Services, UDDI für den Zugriff auf das Web-Service-Repository sowie SOAP als Übertragungsprotokoll (mit HTTP als "trägerprotokoll"). Es ist davon auszugehen, dass sich ein Markt für Web-Services entwickeln wird, der durch Standard-Protokolle unterstützt wird.
Der Markt für Web-Service-Produkte zeichnet sich kurze Produktzyklen auf Anbieterseite aus - es vergeht selten eine Woche, an der nicht ein namhafter Anbieter seine Unterstützung für Web-Services ankündigt und umsetzt. Der schnelle Zyklus dieser Entwicklung veranlasste uns, nur drei Monate nach dem Release 1.0 dieser Studie, die Version 2.0 nachzureichen, um frühzeitig über die zahlreichen Neuerungen in diesem Bereich berichten zu können.
Im ersten Release der Studie wurden dabei zwei führende J2EE-Aplikationsserver - IBM Websphere4.0 SAE und Bea WebLogic6.1 SP2 - mit integrierter Web-Service-Unterstützung getestet. Hierbei wurden nur die im Lieferumfang des jeweiligen Servers vorhandenen Werkzeuge zur Erstellung, Konfiguration und Deployment von Web-Services betrachtet. In dem vorliegenden Release der Studie werden Java-basierte Web-Services-Toolkits zur Evaluierung herangezogen, welche in J2EE-Application Server integriert werden können. Die Produkte integrieren eigene SOAP-WSDL-Laufzeitumgebungen mit zusätzlichen Tools, die für Code-Generierung (interne Konfiguration, Deployment, WSDL-Java und vice versa) verantwortlich sind. Die Toolkits benutzen die bereitgestellten J2EE-Container-Dienste und sind vom jeweiligen Applikationsserver bzw. Servlet-Engine weitgehend unabhängig, solange die entsprechenden Spezifikationen vom Hersteller adäquat umgesetzt wurde.
Die Studie erläutert nach einer fundierten Einführung in die Web-Service-Technologie das PASS Web-Service-Referenzmodell, das die Kriterien für die Beurteilung einer leistungsfähigen Web-Service-Implementierung beschreibt. Die umfangreiche Untersuchung dreier repräsentativer Produkte auf den Ablaufumgebungen der beiden Marktführer im Bereich der Application Server zeigt die heutige Leistungsfähigkeit dieser Produkte auf und beschleunigt den Evaluationsprozess in einem erheblichen Maße. Ein Vergleich zu den konkurrierenden Technologieansätzen sowie eine trendprognose, welche eine Abschätzung des Investitionsbedarfes und -volumens für Lösungen auf diesem Technologieansatz basierend ermöglicht runden diese Studie ab.
 
 
   
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